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Haupt und Nebengebäude der UK RLP, vorne die Anfahrt mit Kreisverkehr zum Wenden. Rechts der Haupteingang mit einem verglasten Vordach, darüber das Unfallkassen-Logo auf der Wand.

Wenn das Intranet mehr kann als nur informieren

Präventionspreis für Projekt des Freizeitbads La Ola in Landau

Was passiert, wenn ein Freizeitbad mit jährlich 280.000 Besuchern seine internen Abläufe so digitalisiert, dass am Ende nicht nur Prozesse schneller werden, sondern auch Sicherheit und Zusammenarbeit spürbar steigen? Im Freizeitbad La Ola in Landau ist genau das gelungen. Dafür wurde der Bäderbereich der Stadtholding Landau nun mit dem Präventionspreis der Unfallkasse Rheinland‑Pfalz ausgezeichnet.

Drei Personen neben dem Schwimmbecken in einer Sxchwimmhalle. Die mittlere Person hält die Präventionspreis-Plakette.
Frohe Gesichter bei der Präventionspreis-Plakettenübergabe (von links): Lena Dürphold, Beigeordnete und Geschäftsführerin der Stadtholding GmbH, Betriebsleiter Christof Drost und René Preugschat von der UK RLP. Foto: Kirstin Kreusch

Der Bäderbereich der Stadtholding, zu dem das Freizeitbad mit Gastronomie und Freibad gehört, beschäftigt rund 50 Mitarbeitende. Über fünf Jahre hinweg hat das Team ein eigenes Intranet-System entwickelt und Schritt für Schritt in den Bädern eingeführt. Ziel war es, alle relevanten Informationen, Abläufe und Dokumente übersichtlich, aktuell und für alle zugänglich an einem Ort zu bündeln.

Heute bildet das System nahezu den gesamten Betriebsalltag ab: Mitarbeitenden‑Informationen und interne Mitteilungen, Erfassung und Bearbeitung von Störungen, Unterweisungen, Schulungen und betriebliche Unterlagen sowie Wartungen und Prüfungen – intern wie extern – über eine zentrale Datenbank. „Damit haben wir einen sehr guten Überblick geschaffen“, sagt Betriebsleiter Christof Drost. Besonders wichtig: Die Mitarbeitenden standen von Anfang an im Mittelpunkt. Alle Formulare und Datenbanken wurden von Mitarbeitenden für Mitarbeitende entwickelt, abgestimmt auf ihre Bedürfnisse und Arbeitsrealitäten.

Ein System, das lebt und genutzt wird

Wie gut das funktioniert, zeigt ein Blick auf die Störungsmeldungen: Jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter – egal ob aus dem Bereich Technik, Service oder Reinigung – kann per kurzem Formular einen Mangel melden. Allein im Jahr 2024 wurden auf diese Weise mehr als 600 Störungen erfasst und abgearbeitet. Die Betriebsleitung sieht jederzeit, welche Aufgaben offen sind und wie der Bearbeitungsstand aussieht. Das Ergebnis: mehr Transparenz, schnellere Reaktionen und ein gemeinsames Verständnis dafür, wie wichtig Sicherheit und Qualität im täglichen Betrieb sind.

Die Jury der Unfallkasse Rheinland‑Pfalz lobte besonders drei Aspekte. Zum einen die Transparenz: Das Intranet macht ohne Umwege Informationen für alle zugänglich. Zum anderen die Partizipation: Alles wurde von Mitarbeitenden für Mitarbeitende entwickelt, was die Akzeptanz enorm erhöht. Nicht zu vergessen ist der Sicherheitsfokus: Grundlage des Systems ist die Gefährdungsbeurteilung als zentrales Element der Präventionsarbeit. Damit zeigt das Projekt beispielhaft, wie Digitalisierung im öffentlichen Bereich praxisnah, nachhaltig und mit einem Mehrwert für Sicherheit und Gesundheit gelingen kann.

Mehr als eine Plakette

Der landesweite Präventionspreis der Unfallkasse Rheinland‑Pfalz richtet sich an alle Mitglieder der UK RLP – von Kitas über Kommunen bis hin zu Hochschulen und Ministerien. Er soll dazu motivieren, Sicherheit und Gesundheit kreativ und nachhaltig zu fördern. Insgesamt werden jährlich bis zu 20.000 Euro vergeben. Weitere Informationen zur Teilnahme sind auf unserer Seite zum Präventionspreis abrufbar. 

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